Wandern und Natur erleben im Land der tausend Berge

Naturgeheimnisse

Mäander heißt “fest umschlungen”

Mäander

Die Lenne entspringt als höchstgelegene Quelle Nordwest-Deutschlands am Kahlen Asten auf 820m ü. NN. Als intermittierende Schichtquelle, die an einer undurchlässigen Tonschicht in kurzen Abständen mehr oder weniger regelmäßig fließend austritt, wird sie durch Niederschläge und Grundwasser gespeist. Sie zerteilt den Berg nach Westen hin und durchfließt ein Tal, das aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und den preisgekrönten Dörfern zu den schönsten Tälern in Deutschland zählt. Das idyllische Handwerkerdorf Westfeld liegt als erstes Dorf an der Lenne, die auf einer Länge von 29,8km das Stadtgebiet Schmallenberg durchquert. Sie ist mit 128,2km der größte Nebenfluss der Ruhr und mündet am Fuße der Hohensyburg in dieselbe.
Vom Rothaarkamm hinunter ins Lennetal blickend, sieht man ganz deutlich das verschlungene Flussbett der Lenne. Verringert sich das Gefälle eines Flusses oder Baches neigen die Gewässer – wie hier die Lenne – dazu, im relativ weichen Untergrund ein verschlungenes Flussbett zu entwickeln – sie mäandrieren. Der Volksmund würde sagen: “Der Fluss darf sich noch drehen und wenden, wie es ihm gefällt.” Die Österreicher benutzen das Wort “mäandern” für “unentschlossen sich herumwinden”.

Mäander, nach dem Fluss Büyük Menderes in der Türkei benannt, sind Schleifen im Flusslauf, die sich durch Verlagerung des Flusses bilden.

Wenn der Pilz mit der Alge…

Flechte

dann entsteht das faszinierende Leben der Flechten. Jede Flechte ist eine Symbiose (Zusammenleben verschiedener Arten zum gegenseitigen Vorteil), die aus einem Pilz und einer Alge besteht. Auf den ersten Blick wirken Flechten wie eine einzige Pflanze. So wurde sie lange als selbständig botanische Klasse betrachtet. Erst gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts erkannte man die Flechten als “eigentümliche Doppelorganismen”.
Flechten sind empfindlich gegen Umweltveränderungen – seien es klimatische Veränderungen im Waldesinnern, oder Belastungen durch Luftverunreinigungen. Je mehr Flechtenarten in einem Wald zu finden sind, desto deutlicher ist das Indiz, dass dessen Ökosystem noch gesund ist.
In den naturnahen Wäldern des Sauerlandes sind noch Hunderte verschiedener Flechtenarten beheimatet.

Der Hexenring

Dieser Hexenring befandsich auf dem Hohen Knochen in Westfeld.

Dieses Phänomen beschreibt ein Myzel (Pilzgeflecht), das von einem Zentrum ausgehend gleichmäßig in alle Richtungen wächst. Die Fruchtkörper des Pilzes bilden sich am Rand des Wachstums. Weil sie sehr schnell aus dem Boden “schießen”, bildet sicht oft über Nacht ein “Hexenring“.
Anhand der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Pilzes und des Radius eines solchen Hexenrings kann man das Alter des Pilzes annähernd bestimmen. Es wurden schon Hexenringe mit einem Alter von mehreren hundert Jahren gefunden.

Der Name Hexenring geht auf den Aberglauben des Mittelalters zurück, als man in diesen kreisrunden Formen Versammlungsorte der Hexen, Feen und anderer Naturgeister sah, deren Betreten gefährlich war, angeblich weil man sich dort ansteckende Krankheiten holen konnte.

Goldeiche im Rüsselbachtal bei Wemlighausen

Die Goldeiche

Die Goldeiche (Quercus robur Concordia) ist eine Kulturform der Stieleiche und kommt  selten vor. Es gibt nur sehr wenige Bäume, nach anderen Quellen drei oder fünf, auf der ganzen Erde. Ein Baum steht ganz in unserer Nähe – im benachbarten Wittgensteiner Land – in Wemlighausen. Im Frühling treiben die Blätter “goldgelb” aus. Dieses Naturereignis lässt sich aber nur drei bis vier Wochen lang beobachten. Im Sommer verfärben sich die Blätter gelblichgrün.

Eine weitere Goldeiche steht in Oberkirchen bei Schmallenberg >>> mehr

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